Freitag, 20. Oktober 2017
Notruf: 122

Kloster

Verlässt man die Stadt Horn in Richtung Norden, so gelangt man durch das Flusstal des Mödringbaches auf die Hochfläche von Pernegg. Links der Straße erblickt man dann die mächtige spätgotische Kirche und die Gebäude des mit Ringmauern und Türmen erbauten Klosters Pernegg und Reste der heute verfallenen Burg der Grafen von Pernegg.

HISTORISCHES

Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Pernegg ist aus dem Jahre 1112 in einer Chronik des Stiftes St. Georgen überliefert. Graf Ulrich von Pernegg gründete 1153 das Kloster und ließ es mit Prämonstratensernonnen besetzen. 1585 übernahmen die Prämonstratenser Chorherren des nahen Stiftes Geras das Kloster und die Kirche. Schon 1230 wurde dem Ort das Marktrecht verliehen. Heute zählt die Gemeinde mit ihren 8 Ortschaften 744 Einwohner.

SEHENSWERTES

Die in den Jahren 1993 bis 1999 vollständig restaurierte Kirche, welche Ende des 15. Jahrhunderts als spätgotische Wandpfeilerkirche mit fünfseitigem Chorschluss erbaut wurde. Im Innenraum findet man figurale Deckenmalereien aus dem Jahre 1603, in den Seitenkapellen Wand- und Gewölbemalereien, vermutlich von Johann Grabenberger. Ebenfalls bemerkenswert ist die oktogonale Kanzel aus dem Jahre 1618. Die noch immer in Verwendung stehende Orgel von Michael Prackh ist aus dem Jahre 1654. Die Prangersäule am Dorfanger der Ortschaft Pernegg zeugt vom frühen Marktrecht. Eine gotische Lichtersäule (Tabernakelsäule) an der Hauptstraße Horn-Geras wurde nach Beendigung der Pest aufgestellt. Gästehaus Pernegg: Das Kloster bietet ein 3-Sterne-Gästehaus mit 46 modern eingerichteten Zimmern in ruhigster Lage. Es hat sich als Seminar- und Fastenzentrum einen Namen gemacht.

Quelle:
Gemeinde Pernegg